Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen laden die Gleichstellungsstelle des Rhein-Pfalz-Kreises, Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e.V. und das Capitol LichtspielTheater Limburgerhof am 25.11.2018 zur Matinee. Gezeigt wird der Film "Raum".

"Raum" erzählt die Geschichte von Jack (Jacob Tremblay), einem Fünfjährigen, der von seiner liebenden und fürsorglichen Mutter Ma (Brie Larson) aufgezogen wird. Wie jede gute Mutter, will sie, dass ihr Sohn Jack glücklich und sicher ist, macht mit ihm typische Dinge wie spielen oder Geschichten erzählen. Aber ihr Leben ist alles andere als gewöhnlich, denn sie sind gefangen, beengt in einem fensterlosen, 9qm² großen Zimmer, das Ma euphemistisch den „Raum“ nennt. Ma hat ein ganzes Universum innerhalb des Raums für Jack erschaffen und wird vor nichts Halt machen, um sicherzugehen, dass Jack auch in dieser tückischen Umgebung in der Lage ist, ein vollkommenes und erfülltes Leben zu führen. Aber als Jack immer mehr Fragen über ihre Situation stellt und Ma an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stößt, beschließen sie eine riskante Flucht, um schließlich dem Erschreckendsten näher zu kommen: der Welt da draußen. Es ist zugleich eine straffe Erzählung über Gefangenschaft und Freiheit, eine fantasievolle Reise in die Wunder der Kindheit und ein umfassendes Portrait der Bindungen und Stärken einer Familie.

Die Veranstaltung im Überblick:

  • So, 25.11.2018
  • LichtspielTheater Limburgerhof, Speyerer Straße 107 a, 67117 Limburgerhof
  • Einlass ab 10 Uhr, Filmbeginn um 11 Uhr
  • Eintritt: 9,- Euro, wovon 4,- Euro dem Verein Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e.V. zugute kommen. Vor Filmstart informieren die Mitarbeiterinnen der Fachstelle von Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e.V. über ihre Arbeit und die Angebote der Fachstelle.
  • Der Film ist freigegeben ab 12 Jahren.

 

Vortrag am Mi, 05.12.2018, 17 Uhr

Die Vorstellung, Frauen würden sich Sexualdelikte nur ausdenken um Männern zu schaden, ist eine weitverbreitete gesellschaftliche Annahme. Falschanzeigen bei Sexualdelikten sind ein heikles und umstrittenes Themengebiet. Häufig werden Diskussionen zu diesem Thema lediglich mit „gefühlten“ Argumenten geführt, die nicht den Tatsachen entsprechen. Dieser Vortrag wird sich dem Mythos der Falschanzeigen bei Sexualdelikten aus sozialwissenschaftlicher Perspektive widmen, um das Thema aus empirischer Sicht heraus anzugehen und zu verstehen.

Die Referentin Frau Dr. Sandra Schwark ist Psychologin und Kriminologin. Sie arbeitet seit 2013 an der Universität Bielefeld, derzeit am Lehrstuhl für Strafrecht in den Rechtswissenschaften. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Themengebiet der sexuellen Gewalt an Frauen sowie dem Thema Geschlechterstereotypen. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit, ist sie seit einigen Jahren als freiberufliche Fachreferentin tätig.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Gleichstellungsstellen des Rhein-Pfalz-Kreises und der Stadt Ludwigshafen statt.
Veranstaltungsort: Gemeindehaus der Apostelkirche, Rohrlachstr. 68, 67063 Ludwigshafen am Rhein


 

Im Rahmen einer Fachtagung unter dem Motto "Nein heißt Nein! Paradigmenwechsel oder Papiertiger?" lädt die Landesarbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe Rheinland-Pfalz ein, mitzudenken und zu -diskutieren über die Reform des Sexualstrafrechts.

Wann und Wo? 18. Oktober 2018, 13:30 - 17 Uhr, Landesmuseum Mainz

Nach langem Ringen ist es 2016 wahr geworden: mit der Reform des Sexualstrafrechts wurde ein Paradigmenwechsel eingeleitet und alle nicht einvernehmlich sexuellen Handlungen unter Strafe gestellt. Bleibt die Frage, wie diese grundlegende Reform in der Praxis umgesetzt wird, wie es gelingt, das Recht der Frauen zu etablieren. Gesetzliche Regelungen sind ein wichtiges Signal, wenn es um die Bewertung der sexuellen Selbstbestimmung geht. Dem gegenüber stehen jedoch sehr alte und auch hartnäckige gesellschaftliche Vorstellungen über sexualisierte Gewalt, über Täter und Opfer. Wie kann die Reform in der Gesellschaft ankommen? Was bewirken Gesetzesänderungen im Hinblick auf gesellschaftliche Mythen?

Anmeldung erforderlich bis 09. Oktober 2018 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Weitere Informationen können Sie dem Veranstaltungsflyer (pdf) entnehmen.


 

Fortbildung für Fachkräfte der Sekundarstufe I an Schulen,
ab der 6. Klasse
am Donnerstag, den 25. Oktober 2018 von 9.30 bis 16.30 Uhr
Ort: Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis, Europaplatz 5, 67063 Ludwigshafen, Raum A155 im 1. OG
Referentinnen: Mareike Ott und Monika Raab, Mitarbeiterinnen von Wildwasser und Notruf e.V.

Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0621-62 81 65.
Anmeldeschluss ist der 15. Oktober, kostenfrei!

Das Thema „Sexuelle Übergriffe“ war in den letzten Jahren ein viel diskutiertes gesellschaftliches Thema. Im schulischen Alltag fällt eine direkte und adäquate Reaktion oft schwer. Die Fortbildung soll dazu beitragen, dass Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter und alle die im schulischen Alltag mit Schülerinnen und Schülern zu tun haben, sich mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt – sexuelle Grenzverletzungen“ im geschützten Rahmen auseinandersetzen können und mehr Sicherheit dazu gewinnen. Wesentliche Intention ist es, auf der Basis von grundlegenden Informationen zum Themenbereich, bei den Teilnehmenden einen Auseinandersetzungsprozess in Gang zu setzen, der dazu beiträgt, eine eigene und klare Haltung zu Sexualisierter Gewalt zu entwickeln. Ziele der Fortbildung sind dabei u. a.:

  • Erkennen der eigenen Einstellungen, Vorurteile und Kompetenzen
  • Wahrnehmung und Reflexion der verinnerlichten Bilder zum Thema Sexualisierte Gewalt und sexuelle Grenzverletzungen
  • Sensibilisierung für Gefühle und Handlungsweisen von Betroffenen, für mögliche Folgen sexualisierter Übergriffe für die Betroffenen sowie für ihre Ressourcen
  • Erkennen von Geschlechtsstereotypen und Rollenzuschreibungen
  • Erkennen der individuellen Grenzen und der Grenzen des eigenen beruflichen Handelns durch vorgegebene Rahmenbedingungen sowie Erlernen von Möglichkeiten des Selbstschutzes
  • Praxisbezogene Arbeit anhand von Fallbeispielen

Grundlegendes Ziel der Fortbildung ist die Herstellung von Handlungskompetenzen im Sinne eines sensiblen, vorurteilsfreien und angemessenen Umgangs mit betroffenen Mädchen und Jungen.

Die Fortbildung findet in Kooperation mit den autonomen Frauennotrufen Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Bildung statt.